Betonkernaktivierung – effizient Heizen und Kühlen in Nutzgebäuden

Die Betonkernaktivierung ist ein innovatives System zur Energieverteilung in großen Nutzbauten wie beispielsweise Büro- und Verwaltungsgebäuden. Ressourcenschonend und effizient, nutzt es die Speicherfähigkeit der Betondecken zum Wärmen und Kühlen. Durch diese thermische Bauteilaktivierung lassen sich gegenüber konventionellen Klimaanlagen bis zur Hälfte der Investitions- und Betriebskosten sparen.

Ökologische und ökonomische Bauteilaktivierung

Die Speicherfähigkeit des Betons – das ist das Geheimnis der Betonkernaktivierung. Sie funktioniert folgendermaßen: Am Tag nimmt die vorgekühlte Raumdecke die im Raum anfallende Wärme auf und speichert sie. Während der Nachtstunden führt Wasser in einem in den Beton integrierten Rohrsystem die Wärme aus Decke und Fußboden wieder ab. Das für diese thermische Bauteilaktivierung benötigte Wasser kann zu diesem Zweck auf verschiedene Weise ins Rohrsystem eingespeist werden: als Nachtluft- oder Erd-Kühlenergie oder als Niedertemperatur-Heizenergie. Wenn tagsüber hohe Temperaturen vorherrschen, entstehen die höchsten Lasten im System. Die kühlende Decke senkt den Temperaturbereich auf behagliche 21° bis 26° Celsius. Da das Wasser die Kühl- und Heizenergie zuverlässig transportiert, bleiben diese Temperaturen konstant. Auch dem Energiespargrundsatz „Wasser zum Heizen und Kühlen, Luft nur zum Lüften“ wird mit diesem Verfahren Rechnung getragen.  

Angenehmes Raumklima – bei reduzierten Kosten

Aufgrund der gesetzlichen Anforderungen bei der Dämmung sowie steigenden Energiekosten ist die Betonkernaktivierung ein Schritt in die richtige Richtung, wenn es um umweltschonendes Bauen mit integrierten ökologischen Lösungen geht. Mit Hilfe der thermischen Bauteilaktivierung lassen sich dabei gegenüber herkömmlichen Klimaanlagen bis zu 50 Prozent der Investitions- und Betriebskosten sparen. In Verbindung mit den Faktoren Außenluft, Erdkühlung, leistungsfähige Dämmung, Massenkopplung des Raumklimas, Solarkollektoren, Wärmepumpen und Wärmerückgewinnung ist die Betonkernaktivierung somit ein wesentlicher, innovativer Faktor für ein kostensparendes, umweltverträgliches

Bauen. Dabei vermeidet sie die von konventionellen Klimaanlagen her bekannten Luftbewegungen und Staubaufwirbelungen mit der einhergehenden Allergen- und Bakterienbelastung.

Betonkernaktivierung – die Vorteile Punkt für Punkt

● Verringerung oder Wegfall von Investitionskosten für Lüftungs- und Klimaanlagen durch Übernahme der Heiz- beziehungsweise Kühl-(Grund)-Last

● Die 24-Stunden/365-Tage-im-Jahr-Nutzung ermöglicht in Verbindung mit der Einspeisung in die Betondecke den Einsatz von kleinen Kälte- oder Wärmeerzeugern

● Die wasserführenden Rohrmodule der thermischen Bauteilaktivierung nutzen die Speicherfähigkeit des Betons optimal

● Gelegentliche Energieüberschüsse werden mit der Bauteilaktivierung gedämpft

● Hohe Wirtschaftlichkeit/Senkung der Betriebskosten durch Nutzung von regenerativen Energieerzeugern wie Solaranlagen oder Wärmepumpen bei Verwendung auf niedrigem Temperaturniveau

● Optionale Nutzung von Erdspeichern und kühler Nachtluft zum Heizen und Kühlen

● Gesünderes thermisches Klima dank Bauteilaktivierung – Luft- und Staubbewegungen werden verringert

● Mehr Raumnutzungsfläche dank Betonkernaktivierung durch Wegfall von Heizungen